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Letzte Konzerte der „Crack Field Stompers“ unter Christoph Hobinka

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Stolberg. Ob das energiegeladene, flotte Jazz-Stück „Tiger Rag“, der Samba „Mas que nada“, der rhythmisch fließende „Soul Man“ oder die Filmmusik von „Star Wars“ – die Big Band des Ritzefeld-Gymnasiums weiß, Lust auf das Musizieren zu machen.

Traditionell machen die „Crack Field Stompers“ zum Jahresbeginn Werbung in eigener Sache und demonstrieren an zwei Abenden ihr Können den Schülern der fünften Klassen und deren Eltern. Auch diesmal präsentierte sich die Big Band vielfältig und überzeugte sowohl mit ihrem harmonischen Klanggefüge als auch mit zahlreichen solistischen Einlagen.

Das Publikum spendete zu Recht großzügig Applaus, klatschte oft rhythmisch mit, belohnte die Soli mit Beifall. Die virtuosen Fertigkeiten der jungen Musiker beeindruckten ebenso wie ihre Freude am Spielen. Der Funke sprang über, Schüler und Eltern waren hellauf begeistert.

Im besten Sinne waren es typische Schüler-Vorspielabende der „Crack Field Stompers“, doch etwas war diesmal anders im gut gefüllten Kulturzentrum Frankental, denn die ausgezeichnete musikalische Visitenkarte, die die Big Band abgab, war mit einem Abschied verbunden: Musiklehrer Christoph Hobinka, der seit Anfang 2007 die „Crack Field Stompers“ leitet, verlässt das Ensemble und das Ritzefeld-Gymnasium.

Es ist das Ende einer Ära. Keinesfalls sei es jedoch das Ende der Big Band, betont Hobinka: „Die ,Crack Field Stompers‘ wird es weiterhin geben und mit Thomas Horbach ein guter und engagierter Mann meine Nachfolge antreten.“ Hobinka lebt mit seiner Familie in Köln, wo er auch zukünftig unterrichten wird.

„Da das Pendeln zwischen Köln und Stolberg wegfällt, spare ich künftig viel Zeit, die ich mit meiner Familie verbringen kann“, erklärt der Musiklehrer. Das Ritzefeld-Gymnasium und die „Crack Field Stompers“ verlasse er dennoch schweren Herzens.

„Das nette und teils sehr herzliche Verhältnis zu den Schülern wird mir fehlen. Ich habe die unverkrampfte Art und die Begeisterungsfähigkeit der Stolberger Schüler enorm genossen“, sagt Hobinka. Für seine Arbeit habe er stets viel Dank zurückbekommen.

Von den Schülern wie als Leiter der Big Band vom Publikum. Die „Crack Field Stompers“ seien mehr als „nur“ eine Schulband – durch zahlreiche Konzerte bei verschiedenen Anlässen nicht nur in der Kupferstadt habe das Ensemble einen gesellschaftlichen Stellenwert in der Region erlangt.

Einige Konzerte sind Hobinka besonders in Erinnerung geblieben. „Etwa als wir 2011 die Partnerstadt Faches-Thumesnil besucht haben. Ganz spontan sind wir quasi als ,Marching Band‘ musizierend durch die Stadt gezogen, das war toll.“ Ein weiteres Highlight sei das Konzert auf dem Kaiserplatz gewesen, als die Big Band des Ritzefeld-Gymnasiums gemeinsam mit Musikern der WDR Big Band gespielt hat.

Es war nicht das einzige Mal, dass die „Crack Field Stompers“ zusammen mit Profis Jazz und Swing intoniert haben: „Beim September-Special in Aachen haben wir mit Musikern des Landespolizeiorchesters aufgespielt“, erinnert sich Hobinka.

„Viel konzentriertes Proben“

Letztlich werde ihm aber jedes einzelne Konzert mit dem jungen Ensemble in Erinnerung bleiben. Und auch die Vorbereitungen dazu, denn „gute Konzerte erfordern intensives Arbeiten aller Beteiligten“, erklärt der Musiklehrer, wie wichtig es für die Schüler sei „zu merken, wie Qualität zustande kommt – nämlich durch viel konzentriertes Proben“.

Zum Beispiel bei Probenwochenenden in der Eifel, bei denen die Atmosphäre hervorragend sei. „Bei diesen Wochenenden findet nicht nur ein musikalischer, sondern auch ein menschlicher Austausch statt. Wir hatten immer viel Spaß. Sie stärken das Gemeinschaftsgefühl der Big Band, in der Schüler aller Jahrgänge des Gymnasiums spielen.“

Musikalisch durch die Proben-arbeit gerüstet, würden die Schüler die Sicherheit gewinnen, „entspannt spielen“ zu können, und zwar „nicht für die Noten oder den Lehrer, sondern für das Publikum“. Christoph Hobinka betont: „Das wichtigste ist, dass das Publikum die Freude am Spielen hört.“ Und eben diese Freude war beim letzten Schüler-Vorspielabend unter der Leitung von Christoph Hobinka regelrecht greifbar. Nicht nur beim Ensemble, auch beim Leiter selbst, der bei dem Titel „Iko Iko“ aus New Orleans spontan zum Mikrofon griff und die Vokalistinnen engagiert singend unterstützte.

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